feed2list
Search and browse in Computer · Security
   search hits: 33
website ifib Weblog

Seit rund 20 Jahren wird diskutiert, warum im E-Government so wenige Bürgerdienste komplett online angeboten werden und diese wiederum oft kaum genutzt werden. Einer der Hauptgründe ist ein zu geringer Mehrwert für Verwaltung und für die Bürgerinnen und Bürger. Wenn stets nur ein Formular in einem eigenen Dienst online ausgefüllt und abgeschickt werden kann, bleibt die Nachfrage gering. Um einen größeren Nutzen für beide Seiten zu erzeugen, muss mehr passieren. Schon früh wurde beim Einsatzes von IT in Unternehmen erkannt, dass damit eine Chance verbunden ist, die bisherigen Abläufe zu überprüfen und neu zu organisieren (Process Reengineering). Für E-Government hat die EU-Kommission dies zu Beginn dieses Jahrhunderts Back-Office-Integration genannt und eine Studie für Beispiele guter Praxis ausgeschrieben, die ifib damals zusammen mit einem dänischen Partner gewonnen und durchgeführt hat. Im Ergebnis wurden 17 ausführliche Fallstudien zu Beispielen geglückter Back-Office-Integration angefertigt, die heute noch einsehbar sind.

Mein Lieblingsbeispiel war und ist die irische Lösung für IT-enabled Child Benefit (PDF), wo nicht mehr die Eltern nach der Geburt Dokumente bei einer Verwaltung holen müssen, um sie einer anderen vorzulegen, sondern wo Interoperabilität zwischen den beteiligten Back-Offices hergestellt wird und die Ergebnisse eines Teilprozesses zum Input des nachfolgenden werden. Wir haben den Vorher-Nachher-Vergleich damals (2005) vereinfacht so dargestellt. In der deutschen Diskussion wurde diese grundsätzliche Idee mit dem Slogan auf den Punkt gebracht: „Nicht die Bürger, sondern die Daten sollen laufen“.

Ich habe immer wieder in Veröffentlichungen auf dieses Prinzip und dieses Beispiel hingewiesen und unter anderem argumentiert, dass solche Projekte einen deutlich höheren Nutzen für beide Seiten stiften als die von vielen geforderten Bürgerkonten - die ja selbst keinen einzigen Dienst mit großem Mehrwert schaffen ( „Erst die Dienste, dann das Portal!“).*) Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, dass sich in den silo-artigen Strukturen der Verwaltung die für eine komplette Prozesskette von der Geburt bis zur Überweisung von Eltern- und oder Kindergeld zuständigen drei bis vier Ressorts auf ein gemeinsames Konzept der Back-Office-Integration einigen. In Bremen hat es das Referat E-Government jedoch tatsächlich geschafft, einen entsprechenden Planungsprozess einzuleiten. Als Ergebnis hat das zuständige Referat ein Konzeptpapier (PDF) erstellt, das einen Lösungsweg und die dazu erforderlichen technischen und rechtlichen Voraussetzungen in einer Klarheit und Umsicht darlegt, wie ich dies noch in keinem anderen Fall gesehen habe. Und noch eine Innovation im Vorgehen: Um die üblichen Bedenken auszuräumen, dass so etwas viel zu kompliziert sei, wurde eine App entwickelt, mit der man mit fiktiven Daten den einfachen Prozess durchspielen kann.

Ich kannte das Konzeptpapier bis Freitagmorgen nicht. Und mir war auch nicht bewusst, dass ein Bundesland die rechtlichen Voraussetzungen für eine solche organisatorische und technische Integration nicht selbst herstellen kann, weil alle drei Teilprozesse Gegenstand von Bundesgesetzen sind, die zudem noch in den Zuständigkeitsbereich unterschiedlicher Bundesministerien fallen. Dies ist normalerweise der Punkt, an dem auch engagierte Befürworter einer innovativen Lösung aufgeben. Wieder zu meiner Überraschung ist das Finanzressort vor dieser Herausforderung nicht zurückgeschreckt, sondern hat Verbündete gesucht. Am vergangenen Freitag hat Finanzsenatorin und stellvertretende Bürgermeisterin Karoline Linnert im Bundesrat nun eine Initiative eingebracht, in der der Bund aufgefordert wird, die gesetzlichen Änderungen im Melde- und Personenstandsgesetz sowie den rechtlichen Bestimmungen zu Elterngeld und Kindergeld zu schaffen.

Das war der Anlass, dass ich am Freitag in Buten und Binnen meiner Freude über diese Beharrlichkeit zum Ausdruck bringen konnte.

Einen kleinen Kritikpunkt kann ich mir nicht verkneifen: Das Projekt sollte mal E-Geburt heißen. Glücklicherweise heißt es jetzt nicht so, sondern ELFE für „Einfach Leistungen für Eltern“. Buten und Binnen hat daraus „Einfache Leistungen für Eltern“ gemacht (Adjektiv statt adverb). Ich denke, das ist sprachlich besser und auch treffender, denn einfach wird auch der verbleibende Weg bis zum Ziel nicht!

*) z.B. Kubicek, Herbert (2016): Bürgerkonten sind für E-Government kein starker Treiber. in: Innovative Verwaltung 4/2016, S. 37-40 oder Kubicek, Herbert (2017): Bürgerfreundliche Bürgerdienste Online: Entscheidend ist das Back-Office. in: Jörn von Lucke und Klaus Lenk, Verwaltung, Informationstechnik & Management. Festschrift für Heinrich Reinermann zum 80. Geburtstag, Baden-Baden: Nomos, S. 239 - 254.


The Collaborative Research Center 1342 “Global Dynamics of Social Policy” at the University of Bremen invites applications for the following academic position –under the condition of job release-

PhD Researcher in Computer Science / Human-Computer Interaction

Salary Scale TV-L 13 (100%) starting September 1, 2018.

The position is a fixed term position until December 31, 2021.

Reference number: A189/18

The position is part of the Collaborative Research Center “Global Dynamics of Social Policy” (Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik) funded by the German Research Foundation and will be located within the project:

A01. Measuring the global dynamics of social policy and cross-national interdependencies—Co-Creating the Global Welfare State Information System (WeSIS)

Project Description

The project aims to quantify the dynamics of socio-political interdependencies between countries on a global scale. For this, a web-based information system will be developed, which allows a comprehensive analysis of such interdependencies and which will empower social scientists to leverage state-of-the-art machine learning and visualization tools. This system will be co-created by an interdisciplinary team of 12 experts from the fields of political science, geography, and computer science. Together, we will envision, implement and evaluate novel software tools and techniques. The web-based information system will be the first to enable the dynamic measurement of social policy and horizontal and vertical interdependencies between countries on a global scale. WeSIS will also aggregate the findings of the collaborative research center in a central space. Eventually, WeSIS will contain data on social policy, country-specific characteristics, and political, economic, and social interdependencies across states as well as the countries’ integration into international organizations.

The goal of our computer science team in this project is to do groundbreaking research in the interdisciplinary field of computational social science by developing innovative tools and methods to empower the social scientists, making use of the special opportunity to collaborate with experts from multiple fields within the Collaborative Research Center.

Responsibilities

Our research questions will focus on the empowerment of social scientists through computational methods, especially in the areas of machine learning and data visualization i.e., data science. Therefore, we are looking for a computer scientist interested in these areas.

Together with a large group of social scientists, we will co-create an information system that gives a holistic picture of the global welfare state, made available as a web platform. With this in mind, our role includes to lead the design of the system within the co-creation process and to apply human-computer interaction principles throughout the design, development, and evaluation.

Your focus will be the development of machine learning and natural language processing applications. You will support creating the database management system and the system infrastructure.

Requirements

  • Master’s degree in Computer Science, Human-Computer Interaction, Digital Media, Media Informatics, or a related field
  • programming experience in one or more object-oriented programming languages such as Python, Ruby, Java, or equivalent
  • experience with web development
  • experience with database design and development
  • fluency in English

Desirable

  • experience with machine learning
  • interest in advancing social science by envisioning and implementing computational social science tools
  • experience with computational social science
  • experience with user-centered and participatory design
  • experience with co-creation

The University of Bremen has received a number of awards for its diversity policies and offers a family-friendly working environment as well as an international atmosphere.

The University is committed to a policy of providing equal employment opportunities for both men and women alike, and therefore encourages particularly women to apply for the position offered. Persons with disabilities will be considered preferentially in case of equal qualifications and aptitudes.

The University of Bremen explicitly invites persons with a migration background to apply.

If you have any questions regarding the position, please contact Prof. Dr. Andreas Breiter (abreiter@uni-bremen.de).

Applications including a cover letter, CV, as well as copies of degree certificates, should be submitted until August 15, 2018 to

Information Management
Research Group
Prof. Dr. Andreas Breiter
Am Fallturm 1 (Entrance F)
D-28359 Bremen
or by Email: Miss Ewa Zoschke

(e.zoschke@uni-bremen.de)

The costs of application and presentation cannot be reimbursed.


Ziel des Dieter Baacke Preises ist es, herausragende medienpädagogische Projekte und Methoden aktiver Medienarbeit zu würdigen und bekannt zu machen, die Kindern, Jugendlichen und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und die Ausgestaltung von Medienkompetenz fördern.

Der Dieter Baacke Preis 2018 wird in sechs Kategorien vergeben, die jeweils mit 2.000,- € dotiert sind:

  1. Projekte von und mit Kindern
  2. Projekte von und mit Jugendlichen
  3. Interkulturelle und internationale Projekte
  4. Intergenerative und integrative Medienprojekte
  5. Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter
  6. Sonderpreis 2018: Kinderrechte in der digitalen Welt

Für den Sonderpreis „Kinderrechte in der digitalen Welt“ können vielfältige Projekte der kreativen, kritikfördernden Medienpädagogik eingereicht werden: z.B. dazu, Kindern einen Zugang sowie einen risikoarmen Umgang mit altersgerechten sozialen Netzwerken zu ermöglichen.

Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus. Bewerben können sich Institutionen, Initiativen oder Einzelpersonen mit innovativen, originellen oder mutigen Projekten zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz. Der Wettbewerb richtet sich an Projekte außerschulischer Träger (z.B. Jugendzentren, Kindergärten, Träger der Jugendhilfe oder Familienbildung, Medienzentren und Medieninitiativen) und Kooperationsprojekte zwischen schulischen und außerschulischen Trägern. Die Projekte sollten im Vorjahr entstanden sein oder im laufenden Jahr bis zur Bewerbungsfrist beendet sein.
Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2018 (Poststempel/Eingang der Online-Anmeldung).

Anmeldung: www.dieter-baacke-preis.de

Wir freuen uns sehr, dass die die diesjährige Preisverleihung des Dieter Baacke Preises im Rahmen des Forums Kommunikationskultur "Medienbildung für alle. Digitalisierung. Teilhabe. Viefalt" am 17. November 2018 in Bremen stattfinden wird. Das ifib, die Universität Bremen sowie weitere Förderer unterstützen die Durchführung der Tagung in Bremen.


Am 26.06. fand der 11. "BMW-Firmenlauf zur Spätschicht" an der Bremer Weserwehr statt. Bei bestem Wetter und guter Laune sind für das "team ifib" sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom ifib sowie der ifib consult an den Start gegangen, um die fünf Kilometer lange Strecke entlang der Weser gemeinsam zu bewältigen. Der sportliche Wettkampf stand dabei im Hintergrund, stattdessen wurde für den Teamgeist, den Spaß und vor allen Dingen den guten Zweck gelaufen. Pro Teilnehmerin bzw. Teilnehmer werden fünf Euro der Startgebühr an Projekte von Special Olympics Bremen gespendet, unter anderem für einen Brunnenbau im Norden Ugandas. Die ersten Teams sind um 18 Uhr auf die Strecke gegangen, team ifib machte sich um kurz vor 19 Uhr auf den Weg und kam gemeinsam knapp 30 Minuten später im Ziel an. Insgesamt waren circa 2800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dabei, welche im Anschluss die Gelegenheit hatten, sich im Rahmen eines kleinen Festes vor Ort auszuruhen und zu stärken.

team ifib beim Bremer Firmenlauf


Zum 01./15.09.2018 suchen wir eine neue studentische Mitarbeiterin oder Mitarbeiter für 10 Std/Woche aus dem Bereich Sozialwissenschaften oder Vergleichbarem. (Stellenausschreibung-Studi-06-2018)

Für die Unterstützung bei der Planung und Durchführung von "Co-Creation" Workshops suchen wir für das Projekt "Tinder die Stadt" zum nächstmöglichen Zeitpunkt studentische Unterstützung aus der Informatik. (Stellenausschreibung-Studi-TdS)


text KoMMBi feiert Geburtstag
2018-06-22T08:09:00Z

Mit dem Konzept Münchner Medienbildung (KoMMBi) hat das Pädagogische Institut (PI) der Stadt München vor etwa einem Jahr ein umfassendes medienpädagogisches Fortbildungsprogramm (von der Kita bis zur beruflichen Schule) auf den Weg gebracht. Am 20. Juni wurde im Münchner Berufsschulzentrum an der Riesstraße der erste Geburtstag des Programms mit Vorträgen, zahlreichen Workshops und einer wirklich „zauberhaften“ Moderation gefeiert. Mehr als 200 Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte sowie Mitarbeiter*innen der Aus- und Fortbildung für die benannten Bereiche nahmen an der Veranstaltung teil und ließen sich von den Ticks des Moderators Gaston begeistern, mit denen er die Aufmerksamkeit, der im regen Austausch befindlichen Teilnehmenden, immer wieder auf die Bühne lenkte.

In Zusammenarbeit mit Akteuren der außerschulischen Medienbildung haben die medienpädagogischen Expert*innen des PI ein differenziertes Fortbildungsprogramm für pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte realisiert. Das Pilotprojekt besteht aus einem Verbund von acht Kitas (und Horteinrichtungen) sowie acht Schulen. Nach dem Multiplikatorenprinzip wurden zunächst aus jeder Einrichtung/Schule so genannte „Medienpädagogik-Beauftragte“ fortgebildet, denen eine wichtige Promotorenfunktion zukam. Im weiteren Projektverlauf erhielten deren Einrichtungen oder Schulen bedarfsorientierte, passgenaue Fortbildungsangebote für die Durchführung eigener medienpädagogischer Aktivitäten und Projekte. Im Projektumfang enthalten war auch eine medientechnische Ausstattung, mit der vielerorts die medienpädagogische Arbeit überhaupt erst möglich wurde.

Das ifib begleitet das Pilotprojekt KoMMBi im Rahmen einer formativen Evaluation noch bis Ende des Jahres. In zwei Erhebungswellen und mehreren Fokusgruppeninterviews wurden Fragen des Projektmanagements, der medienpädagogischen Ausrichtung sowie der Teilnehmerzufriedenheit untersucht. Anlässlich des Fachtages stellten wir erste Ergebnisse vor. Insbesondere die Qualität der medienpädagogischen Beratung und die zielgruppenorientierten Fortbildungen wurden von den befragten Fachkräften und Lehrpersonen sehr positiv bewertet und als hilfreich für die eigene Arbeit eingestuft. Auf dem Podium diskutierten Anja Zeising und ich mit über die Perspektiven einer bereichsübergreifenden Medienbildung in München. Den festlichen Abschluss des Fachtages bildete die feierliche Verleihung der KoMMBi-Zertifikate an die Medienpädagogik-Beauftragten sowie die damit verbundene Zertifizierung der Einrichtungen und Schulen.


Am 29.06.2018 stellen unsere Studentinnen und Studenten aus dem Fachbereich Informatik im Rahmen des Projekttages Informatik 2018 der Universität Bremen die Ergebnisse unseres Projektes EMIT 2.0 vor. Das Team entwickelte eine Webanwendung mit dem Namen EMIT „Entwicklung eines Mining-Tools zur Analyse öffentlicher Debatten in digitalen Medien“, die Meinungsbildern auf der Plattform Twitter zu einem bestimmten, frei wählbaren Thema bestimmen kann. In seiner zweiten Version „2.0“ befasst sich das Projekt hauptsächlich mit Kernfragen des Textmining, der Sentimentanalyse sowie der Datenvisualisierung. Mit diesem Projekt wird es auf einfache Weise möglich, die Meinungsbilder von Nutzerinnen und Nutzern auf sozialen Plattformen zu einem Thema zu bestimmen und zu analysieren. Dies hilft dabei, die Interessen der Zielgruppen besser zu verstehen und ermöglicht es so, sie mit relevanten Informationen zu versorgen.

Interessentinnen und Interessenten sind am 29.06.2018 zwischen 10:00 und 15:00 Uhr im MZH Ebene 1 (Bibliothekstraße 5) herzlich eingeladen, sich über das Projekt zu informieren, die Ergebnisse auszuprobieren und zu diskutieren.

Genauere Informationen dazu finden Sie unter dem folgenden Link:

http://www.informatik.uni-bremen.de/projekttag/2018_ma/

Wir freuen uns auf Sie/euch!


Seit Mitte Mai arbeitet Gabriela Molina León im ifib. Sie wird die Co-Creation-Aktivitäten im Sonderforschungsbereich 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik" der Universität Bremen mitgestalten. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Gestaltung von Visualisierungen. Frau Molina León hat einen Master in Human-Computer Interaction von der Bauhaus-Universität Weimar. Davor hat sie an der Simón Bolívar University of Venezuela Computer Engineering studiert.

Mit ihrer Arbeitserfahrung als Programmiererin wird sie zusammen mit den anderen Mitgliedern des Teilprojektes A01 ein nutzerfreundliches Informationssystem entwickeln, in dem die Werkzeuge und Ergebnisse der 15 anderen, sozialwissenschaftlichen Teilprojekte des SFBs zugänglich gemacht werden sollen.

Wir freuen uns sehr, dass Frau Molina León sich für uns entschieden hat und wünschen ihr viel Erfolg und Spaß bei ihrer Arbeit im ifib.

Weitere Informationen zum Sonderforschungsbereich 1342 inkl. zukünftiger Stellenausschreibungen finden Sie unter: http://socialpolicydynamics.de


Die ifib consult GmbH berät als Tochtergesellschaft des ifib öffentliche Einrichtungen (Verwaltungen, Schulträger, Hochschulen etc.) zu vielfältigen Digitalisierungsthemen und der dafür notwendigen Organisationsentwicklung. Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine_n

Prozess- und Organisationsberater_in

mit einschlägiger Hochschulausbildung (z.B. Wirtschaftsinformatik, Wirtschafts-, Verwaltungs- oder verwandte Sozialwissenschaften) und/oder entsprechender Praxiserfahrung.

Wir bieten einen interessanten Arbeitsplatz innerhalb eines interdisziplinär besetzten Teams von Forscher_innen und Berater_innen mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten und freuen uns über Bewerbungen von teamorientierten Persönlichkeiten, die über Eigeninitiative verfügen und auch an der Erschließung neuer Beratungs- und Wissensfelder interessiert sind.

Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie als PDF unter https://www.ifib.de.


Im Herbst 2017 startete das Projekt Medien-Kids zur Förderung der frühen Medienbildung und zur medienpädagogischen Sensibilisierung und Professionalisierung der Fachkräfte in Bremer Kitas (und einer Horteinrichtung). Nach intensiven Monaten mit zahlreichen Qualifizierungsmaßnahmen, Austauschtreffen und Projektpräsentationen kamen Fachkräfte der beteiligten Einrichtungen und Vertreter*innen der durchführenden Behörden und Institutionen am 7. Juni in der Zentralbibliothek am Wall zusammen, um den Abschluss zu feiern.

Mit der Initiative „Medien Kids“ startete Bremen im September 2017 eine einzigartige Kooperation zwischen senatorischen Behörden, der Bremischen Landesmedienanstalt, den Medienpädagog*innen von Blickwechsel e.V und aktiven Bremer Trägern der frühkindlichen Bildung. Trägerübergreifend haben am Programm „Medien-Kids“ insgesamt elf Kindergarteneinrichtungen des Landes Bremen teilgenommen.

Von Trickfilmen über Hörspiele bis zum Fotorätsel sind vielfältige, medienpädagogische Bildungsangebote für und mit Kindern entstanden. Leitender Ansatz des Programms ist dabei, das Aufwachsen von Kindern in der digitalisierten Welt zu begleiten und Medien (insbesondere digitale) als Teil der Lebenswelt begreifen. So geht unter anderem darum Kinder beim Erkunden altersgemäßer Medien zu begleiten und das Bildungspotential unterschiedlicher Medien produktiv aufzunehmen. Nicht die Technik steht im Vordergrund, sondern das Kind und seine Entwicklungsaufgaben. Im diesem Sinne ist auch das Sprechen über Medienerfahrungen inhärenter Bestandteil pädagogischer Arbeit sowie eine gezielte Elternarbeit zu Medienthemen.

Bei der Abschlussveranstaltung am Donnerstag den 7.6.2018 präsentierten alle teilnehmenden Kitas (KiTa Bremen, evangelische und katholische Kirche, DRK, Elternvereine, Diakonie) aus Bremen und Bremerhaven ihre Ergebnisse. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Programmverantwortlichen konnten die Ergebnisse an den Ständen der jeweiligen Einrichtungen angesehen und diskutiert werden.

Um zu erfahren wie die medienpädagogische Arbeit in den Einrichtungen weiterentwickelt werden kann, wird das Programm vom ifib wissenschaftlich begleitet. Auf der Abschlussveranstaltung durften Anja Zeising und ich erste Zwischenergebnisse der Evaluation vorstellen und das weitere Vorgehen ankündigen. Im Frühherbst steht noch die Abschlussbefragung aller Kitas auf der Agenda. Wie die medienpädagogische Arbeit langfristig in Bremer Kitas verankert werden kann darüber wird der Abschlussbericht im Oktober 2018 detailliert Auskunft geben. Deutlich wurde bereits jetzt, dass neben den medienpädagogischen Fragen auch die systematische Verankerung in den Bildungszielen wichtig ist. Mit den Tablets kommen darüber hinaus „neue“ Fragen des IT-Managements auf die Träger zu, die noch weitgehend ungelöst erscheinen. Die Veranstaltung schloss mit der feierlichen Übergabe der Fortbildungs- und Einrichtungszertifikate.


Diesem hoch spannenden Thema widmete sich die gleichnamige Veranstaltung am 7. Juni in der Rheinland-Pfälzischen Landesvertretung Berlin. Die brennende Bedeutung des Themas leitet sich aus aktuellen populistischen Zügen politischer Diskurse und dem Aufblühen von Hate Speech in den (sozialen) Medien ab. Argumentiert wurde für das Weiterentwickeln medienpädagogischer Schulprojekte, wie es das Vorhaben des MEET-Projektes ist. Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender und beruflicher Schulen sollen an Projekttagen in Deutschland, Italien und Slowenien dazu angehalten werden, sich kritisch mit Diskriminierung in den Medien auseinanderzusetzen.

In Deutschland wurden beispielsweise Memes analysiert und ein Fake-News-Check erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten anschließend positive Gegen-Memes als Reaktion auf diskriminierende Memes. Hinter dem Projekt stehen medien+bildung.com sowie klicksafe.de, die ein Toolkit für pädagogische Fachkräfte ab Ende des Jahres verbreiten werden. In einem anschließenden Roundtable Gespräch wies Dr. Iztok Šori vom Mirovni Friedensinstitut Ljubljana daraufhin, dass neben einer kritischen Auseinandersetzung mit Medien auch das Vertrauen in diese erhalten werden muss. Stichwort: Fake News.

Sawsan Chebli (Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund/Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales) zu Folge haben wir verlernt, respektvoll zu streiten. Dies gelte auch für die Kommunikation in den sozialen Medien. Das Verfassen eigener Beiträge als Reaktion auf diskriminierende Äußerungen scheint eine Kunst für sich zu sein. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich begeistert, fiktive Antworten in Form von Memes und Plakaten zu entwerfen. Am Ende stellt sich mir die Frage: Wie kann und sollte digitale Zivilcourage aussehen und wer ist dafür verantwortlich, sich gegen die Diskriminierung von Individuen und Gruppen einzusetzen? Versteckt sich hier ein Aufruf an die Zivilgesellschaft, aktiv auf Plattformen wie Twitter zu werden, um rechten Gedanken digital entgegenzutreten?


Das Landesmedienzentrum (LMZ) und das Kultusministerium Baden-Württemberg haben das ifib damit beuftragt den Medienzentrenverbund des Bundeslandes zu untersuchen. Das LMZ wurde im Jahr 2001 ins Leben gerufen und ist für Tätigkeiten, die sich aus der Verwendung audiovisueller und digitaler medien in der Erziehungs- und Bildungsarbeit der öffentlichen Schulen, bei Jugendarbeit und der Erwachsenenbildung ergeben. Zum Medienzentrenverbund gehören weiterhin 56 Stadt- und Kreismedienzentren, die audiovisuelle und digitale Medien insbesondere für Schulen bereitstellen und darüber hinaus medienpädagogische und technische Beratung anbieten.

Die Erhebungsphase der Untersuchung hat im Februar begonnen. Die Workshops sind dabei so angelegt, dass wir mit vielen verschiedenen Interessengruppen ins Gespräch zu kommen, um ein möglichst holistisches Bild der aktuellen Situation zu erhalten. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Heterogenität der Stadt- und Kreismedienzentren dar. Darunter fallen z.B. infrastrukturelle Unterschiede zwischen ländlichen und urbanen Regionen, die Anzahl betreuter Schulen, die Anzahl der Mitarbeiter oder auch die materielle Ausstattung.

Die nächsten Workshops finden am 14.06.2018 und 15.06.2018 statt. Darunter sind Teilnehmende aus fünf Medienzentren, dem LMZ sowie dem Landesarbeitskreis Medien (LAK).

Mehr Informationen zum Projekt sind hier zu finden.


Unter Leitung der Deutschen Telekom Stiftung fand am 4. und 5. Juni das erste Werkstatttreffen in Bonn statt, um gemeinsam Impulse für eine Stärkung digitaler Bildung zu setzen. Im Rahmen des Projektes „Berufsschule digital“ wurden durch einen Bewerbungsprozess vorab zehn berufliche Schulen aus neun Bundesländern für eine Projektteilnahme ausgewählt.

Das Werkstatttreffen ermöglichte ein gegenseitiges Kennenlernen der Schulen sowie das Identifizieren gemeinsamer Ziele. Trotz hoher Temperaturen mündeten angeregte Diskussionen in der Formulierung aktueller und zukünftiger Arbeitspunkte. Die zentralen Arbeitsthemen für eine erfolgreiche und nachhaltige Gestaltung digitaler Bildung lauten:

  • Unterrichtsentwicklung
  • Lehren & Lernen
  • Organisations- & Konzeptentwicklung
  • Fortbildungen

Die Arbeitsgruppen, die aus Workshops zu diesen Themen entstanden sind, werden erarbeiten, was ihre Schulen dazu auf dem nächsten Werkstatttreffen präsentieren können.

Das ifib wird in Zusammenarbeit mit dem ITB die teilnehmenden Schulen in ihrem Werkstattprozess begleiten. Ich selbst werde besonders in der Erhebung quantitativer Daten involviert sein und bin gespannt, welche Veränderungen das Projekt im Hinblick auf digitales Lehren, Lernen und Arbeiten bewirken wird. Im Vorlauf der Veranstaltung ist die hohe Teilnahmebereitschaft an der Auftaktbefragung der Kollegien bereits besonders erfreulich gewesen. Diese hatten wir erhoben, um einen ersten Einblick in die Schulen zu gewinnen und eine Status Quo zu dokumentieren.


Gestern startete die dg.o 2018 "The 19th Annual International Conference on Digital Government Research" in Delft mit vielfältigen und sehr spannenden Themenbereichen rund um die Digitalisierung im öffentlichen Sektor.

Heute durfte ich im Rahmen der Vortragsreihe "Organizational Factors, Adoption Issues and Digital Government Impacts" Ergebnisse von einer Studie von Prof. Dr. Sara Hofmann und mir über IT-Akzeptanz der Beschäftigten im öffentlichen Sektor präsentieren. Die Studie zielte hauptsächlich darauf ab, den Stand der Forschung in diesem Feld zu übermitteln und Faktoren, die die IT-Akzeptanz der Beschäftigen im öffentlichen Sektor beeinflussen zu identifizieren. Unsere Ergebnisse beleuchten Unterschiede zwischen dem privat wirtschaftlichen und dem öffenltichen Sektor bei der Untersuchnug von Akzeptanz-Faktoren und differenzieren diese anhand einer Taxonomie über verschiedene Charakteristiken wie beispielsweise auf der individuellen, organisatorischen sowie auf der Führungsebene. Das Thema stieß auf großes Interesse und wurde rege diskutiert. Bei Interesse ist unsere Veröffentlichung unter Publikationen zu finden.


Die 16. E-Learning-Fachtagung Informatik 2018 (DeLFI) findet in diesem Jahr vom 10. bis zum 12. September 2018 an der Goethe-Universität Frankfurt statt. Das Motto der Tagung lautet "Digitalisierungswahnsinn? – Wege der Bildungstransformation". Das ifib ist mit zwei akzeptierten Beiträgen vertreten.

Philipp Krieter und Prof. Dr. Andreas Breiter präsentieren eine Veröffentlichung mit dem Titel "Track every move of your students: log files for Learning Analytics from mobile screen recordings". Der Beitrag präsentiert ein Learning Analytics-Werkzeug, das Logfiles aus mobilen Bildschirmaufzeichnungen wie Videos generieren kann. Während bisherige Verfahren sich auf die Protokollierung allgemeiner Systemereignisse beschränken, können mit Hilfe der neuen Technik beliebige, individuelle definierte Ereignisse erkannt werden. Ermöglicht wird dies durch maschinelles Lernen und Computer Vision.

Hendrik Heuer und Prof. Dr. Andreas Breiter stellen ein Paper mit dem Titel "Student Success Prediction and the Trade-Off between Big Data and Data Minimization" vor. Das Paper zeigt, dass Daten über die tägliche Aktivität von Studierenden in einer virtuellen Lern-Umgebung dazu genutzt werden können, um mit hoher Genauigkeit vorherzusagen, ob ein Student oder eine Studentin einen Kurs besteht oder nicht. Vor dem Hintergrund der Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) wird gezeigt, dass Big Data und die Techniken des Maschinellen Lernens mit dem Prinzip der Datensparsamkeit in Einklang gebracht werden können, ohne dass die Vorhersagegenauigkeit darunter leidet.